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1. Wie Vorurteile zu Vorteilen werden
Die Antwort ist einfach: durch Aufklärung!
Denn Vorurteile entstehen erst dort, wo sich eine nicht objektive Meinung ohne Prüfung der Tatsachen voreilig gebildet hat. Natürlich möchten wir unsere Produkte verkaufen, aber wir sind ebenso daran interessiert, die Verbraucher über die Aspekte und Zusammenhänge von “Wohnen-Gesundheit-Umwelt” aufzuklären. Denn wie gesagt, man hält sich 90% seiner Zeit in Räumen auf. Da muss die Luft-Qualität vom Feinsten sein. Die häufigsten Vorurteile:
Verkeimung im Erdrohr?
Viele Bauherren haben die Befürchtung, dass z. B. im Erdwärmeübertrager durch Wärme und Feuchte Keime entstehen, die dann durch die Zuluftrohre in der gesamten Wohnung verteilt werden. Eine Verkeimung durch den Erdwärmeübertrager kann nicht erfolgen, weil die Luft bei der Ansaugung gefiltert wird. Zusätzlich wird das anfallende Kondensat über einen Kondensatstutzen abgeleitet. (Die Rohrleitung wird mit Gefälle ins Haus verlegt und ein Kondensatstutzen an der tiefsten Stelle gesetzt). Eine regelmäßige Reinigung bzw. Auswechslung der Filter ist wichtig.
Verkeimung im Kanalsystem?
Durch die Anwärmung der Luft wird die Luft trockener, wodurch man im Kanalsystem keinen Kondensatausfall mehr hat (auch im Sommer). Zusätzlich hat das Rohrsystem glatte Innenwände, wodurch fast keine Ansammlung von Dreck und Schmutz möglich ist und man nachträglich eine leichte Reinigung hat.
Was ist ein Vier-Wege-Ventil und wie funktioniert es?
Das Vier-Wege Ventil hat vier Anschlüsse: den Erdwärmeübertrager-, Direktluft,- Wärmeübertrager- und Bypassanschluss. Wahlweise den direkten Außenluftanschluss oder den Erdwärmeübertrageranschluss. Der Erdwärmeübertrager hat den Vorteil, dass durch die Erdwärme die Frischluft vorgewärmt wird, d. h. die Frischluft gelangt z. B. mit +2°C in den Wärmerückgewinner, wodurch dann eine Frostschutzschaltung nicht mehr erforderlich ist. Im Sommer dient der Erdwärmeübertrager zur Kühlung warmer Sommerluft von z. B. 30°C auf 20°C. Das dabei anfallende Kondenswasser im Erdwärmeübertrager (mit Gefälle verlegt) wird meist in eine Abwasserleitung im Keller geleitet. Der direkte Anschluss ist in den Übergangszeiten, wo eine Lufttemperatur von ca. 18°C herrscht, von Vorteil, da diese Luft nicht über die Erdkühle heruntergekühlt wird. Wahlweise gibt es den Wärmeübertrageranschluss oder Bypassanschluss, wobei letzterer nur im Sommer zur Kühlung zum Einsatz kommt.
Nie mehr Fenster öffnen?
Dies ist eine Regel, die viele Bauherren als unerträgliche Einschränkung, fast schon als Freiheitsverlust empfinden. Grundsätzlich gilt: fast alle Bewohner lüften heutzutage trotz Aufklärung falsch (Richtig: Tag und Nacht alle 2 Stunden gegenüberliegende Fenster für ca. 10 Minuten öffnen). Dabei sind ihnen zunächst die Folgeerscheinungen (z. B. Wärmeverluste und dadurch steigende Energiekosten, Schimmelpilzbildung und dadurch Gesundheitsstörungen und Wertverfall des Gebäudes) nicht bewusst. Die Fenster können selbstverständlich geöffnet werden. Unsere Erfahrungen mit den Kunden zeigen, dass nach dem Einbau einer Lüftungsanlage eine ganz natürliche Handhabung entsteht und das Bedürfnis, das Fenster zu öffnen, sich automatisch durch die hervorragende Raumluft einstellt.
Zugluft - spürt man immer einen kalten Hauch?
Es gibt keine Zugluft, denn das Lüfta- System wird individuell angepasst und dimensioniert. Im Gegenteil, die Zuglufterscheinungen sind nur bei normaler Fensterlüftung gegeben. Hoher Regel- und Die Filter sollten viertel- bis halbjährlich (je nach Verschmutzungsgrad) Wartungsaufwand? ausgewechselt bzw. ausgewaschen werden. Den Wärmeübertrager kann man alle fünf Jahre mit einer Seifenlauge und Wasser durchspülen. Reinigung vom Rohrsystem (alle 9-10 Jahre) mit Druckluft und Bürsten durch Fachfirmen (können bei uns angefragt werden) möglich. Die Einstellung der Anlage erfolgt durch einen Installateur. Die Regelung der Zu- und Abluft (z. B. bei einer Party) erfolgt durch ein Steuergerät im Technikraum oder optional über eine Fernsteuereinheit.
Lautstärke umgeben von Summen & Brummen?
Die Lüfta- Systeme zeichnen sich durch eine besonders hohe Flüsterleisigkeit aus. Der Bewohner hört von der Anlage in der Regel nichts. Einzig im Technikraum ist die Anlage durch die Geräte lauter. Großer Vorteil, der Lärm von draußen bleibt auch draußen.
Kosten eine Investition, die sich lohnt?
Es gibt immer wieder Bauherren, die sich gegen eine Lüftungsanlage und für eine andere Ausgabe entscheiden, weil ihnen die Vorteile einer Lüftungsanlage in Bezug auf den Anschaffungspreis nicht einleuchten, denn „Lüften kann man auch durch die Fenster.“ Worin ein Bauherr sein Geld investiert ist seine Entscheidung, allerdings möchten wir für heute und die Zukunft betonen, dass ein modernes und gesundes Bauen nicht mehr ohne Lüftungsanlagen auskommt.
• Betriebskosten bei 500kW/h ca. 60 Euro im Jahr
• Satz Filter ca. 32 Euro bei 1 Satz/pro Jahr.
• Einsparung der Heizkosten ist abhängig von der Dämmung bzw.
dem Baustandard (ca. 500 ltr. bei einem Einfamilienhaus), d. h.
sie liegt zwischen 30-50%.
• Die Wärmerückgewinnung aus der Abluft liegt bei bis zu 95%.
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